Unternehmen können durch Desk Sharing bis zu 30 % ihrer Bürofläche einsparen. Gleichzeitig stört es laut einer DGUV-Studie je ein Drittel der Beschäftigten, keinen festen Platz mehr zu haben. Desk Sharing ist kein Allheilmittel, aber auch kein Albtraum. Die Wahrheit liegt in der Umsetzung. Dieser Artikel zeigt Ihnen, welche Vorteile wirklich belegt sind, welche Nachteile Sie ernst nehmen sollten und welche sich mit dem richtigen Setup lösen lassen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Größter Vorteil: bis zu 30 % weniger Bürofläche und damit deutlich niedrigere Miet- und Betriebskosten
  • Größter Nachteil: psychische Belastung durch fehlende Platzsicherheit und tägliche Suchzeit
  • Fast 60 % der Beschäftigten sind mit Desk Sharing überwiegend zufrieden, wenn es gut umgesetzt ist
  • Die meisten Nachteile sind organisatorisch lösbar, nicht strukturell

Die Vorteile von Desk Sharing im Überblick

Der offensichtlichste Vorteil ist wirtschaftlicher Natur. Weniger feste Arbeitsplätze bedeuten weniger benötigte Bürofläche. Laut aktuellen Auswertungen steht Desk Sharing vor allem für Kostenersparnis und Flexibilität im Fokus von Unternehmen. Die Einsparungen betreffen nicht nur die Miete, sondern auch Reinigung, Energie und Ausstattung.

Darüber hinaus fördert Desk Sharing unerwartete Zusammenarbeit. Wer täglich einen neuen Platz wählt, sitzt automatisch neben anderen Kolleginnen und Kollegen. Das löst Silos auf und bringt Menschen ins Gespräch, die sich sonst kaum begegnen würden. Im Rahmen eines durchdachten Workplace Managements ist das einer der wirkungsvollsten Hebel für eine lebendige Bürokultur.

Mehr dazu, was Desk Sharing grundsätzlich bedeutet und wie es funktioniert, lesen Sie in unserem Artikel Was ist Desk Sharing?.

Was sind die größten Nachteile von Desk Sharing?

Die häufigsten Nachteile von Desk Sharing sind psychische Belastung durch fehlende Platzsicherheit, Zeitaufwand beim täglichen Einrichten und eingeschränkte Personalisierung des Arbeitsplatzes. Laut einer DGUV-Studie stört es je ein Drittel der Beschäftigten, keinen festen Platz zu haben oder täglich einen suchen zu müssen.

Die DGUV-Studie zu psychischen Belastungsfaktoren nennt konkrete Zahlen: Über 20 % der Befragten haben die Sorge, manchmal keinen geeigneten Platz zu finden. Das klingt nach einer Minderheit, erzeugt aber spürbare Anspannung im Arbeitsalltag.

Weitere häufige Kritikpunkte sind:

  • Ablenkung durch vorbeilaufende Personen, die laut DGUV direkt die Produktivität beeinflusst
  • Fehlende Personalisierung: kein Foto, keine eigene Pflanze, kein vertrautes Umfeld
  • Buchungskonflikte, wenn Lieblingsplätze dauerhaft vergeben sind
  • Neue Konfliktpotenziale zwischen Arbeitgebenden und Arbeitnehmenden, wie eine aktuelle österreichische Studie aus 2025 zeigt

Auch Haufe berichtet: Über 40 % der Beschäftigten finden, dass Desk Sharing die Zusammenarbeit mit Kolleginnen und Kollegen nicht erleichtert.

Was sagen Beschäftigte wirklich über Desk Sharing?

Fast 60 % der Beschäftigten sind mit Desk Sharing in ihrem Unternehmen überwiegend zufrieden. Knapp 30 % berichten von negativen Auswirkungen auf die Produktivität. Die Zufriedenheit steigt deutlich, wenn ergonomische Arbeitsplätze und spontan buchbare Rückzugsräume vorhanden sind.

Die DGUV-Daten zeichnen ein differenziertes Bild: Die Hälfte der Befragten erlebt keine Veränderung ihrer Produktivität. Knapp 30 % berichten von negativen Auswirkungen, 20 % sogar von positiven. Bei der Gesundheit sieht es ähnlich aus: 60 % spüren keinen Unterschied, rund ein Viertel empfindet eine Verschlechterung.

Entscheidend für die Zufriedenheit sind laut der Studie drei Faktoren: ergonomisch eingerichtete Arbeitsplätze, spontan nutzbare Rückzugsmöglichkeiten und die Verfügbarkeit aller benötigten Arbeitsmittel am gewählten Platz. Unternehmen, die diese Bedingungen schaffen, berichten deutlich positiverer Mitarbeitererfahrungen.

Für wen eignet sich Desk Sharing? Und für wen nicht?

Desk Sharing funktioniert am besten für Teams, die ohnehin hybrid arbeiten und nicht jeden Tag gleichzeitig im Büro sind. Projektbasierte Zusammenarbeit, kreative Berufsfelder und vertriebsnahe Rollen profitieren besonders von der Durchmischung.

Weniger geeignet ist das Modell für Tätigkeiten, die tiefe Konzentration über lange Zeiträume erfordern, für stark introvertierte Persönlichkeiten ohne Rückzugsoptionen oder für Teams, die auf physische Unterlagen und fest installierte Spezialequipment angewiesen sind.

Eine ehrliche Bestandsaufnahme der eigenen Arbeitsweisen ist deshalb der erste Schritt vor der Einführung. Nicht jede Abteilung muss gleich behandelt werden.

Welche Nachteile lassen sich mit dem richtigen Setup lösen?

Die gute Nachricht: Die meisten Nachteile von Desk Sharing sind kein Schicksal. Sie entstehen, wenn das Konzept ohne passende Infrastruktur eingeführt wird.

Konkrete Lösungen für die häufigsten Probleme:

  • Platzmangel-Sorge: Eine digitale Echtzeit-Verfügbarkeitsansicht nimmt die Unsicherheit. Mitarbeitende sehen vor dem Kommen, ob ihr bevorzugter Bereich frei ist.
  • Täglicher Zeitaufwand: QR-Code am Platz, scannen und einchecken. Die Buchung dauert Sekunden, nicht Minuten.
  • Ablenkung: Klare Zonenlogik mit ausgewiesenen Konzentrationsbereichen schafft Rückzugsmöglichkeiten innerhalb des Desk Sharing Konzepts.
  • Fehlende Personalisierung: Persönliche Schließfächer (Locker-System) geben Mitarbeitenden einen festen Ort für persönliche Gegenstände, auch ohne festen Schreibtisch.

OfficeEfficient deckt alle vier Punkte ab: von der Arbeitsplatzbuchung per App oder Microsoft Teams über Echtzeit-Grundrisspläne bis zur automatischen Check-in-Pflicht, die No-Shows verhindert. Flexible Zonenlogiken lassen sich individuell konfigurieren, ohne IT-Aufwand.

Fazit

Desk Sharing hat echte Nachteile. Die DGUV-Daten zeigen das klar. Aber sie zeigen auch: Fast 60 % der Beschäftigten sind damit zufrieden, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Der Unterschied zwischen einem gescheiterten und einem erfolgreichen Desk Sharing Konzept liegt selten im Prinzip selbst, sondern in der Organisation dahinter.

Wer Desk Sharing einführen oder optimieren möchte, sollte mit den richtigen Werkzeugen starten. OfficeEfficient zeigt Ihnen, wie das in der Praxis aussieht.

Häufig gestellte Fragen

Was sind die größten Nachteile von Desk Sharing?

Laut einer DGUV-Studie sind die häufigsten Nachteile: fehlende Platzsicherheit (je ein Drittel stört der fehlende feste Platz), täglicher Suchaufwand und eingeschränkte Personalisierung. Über 20 % haben die Sorge, manchmal keinen geeigneten Platz zu finden.

Wie beeinflusst Desk Sharing die Produktivität?

Die Hälfte der Beschäftigten erlebt laut DGUV keine Veränderung. Knapp 30 % berichten von negativen Auswirkungen, 20 % von positiven. Entscheidende Einflussfaktoren sind ergonomische Ausstattung, Rückzugsmöglichkeiten und die Verfügbarkeit aller Arbeitsmittel.

Wie reagieren Mitarbeitende auf Desk Sharing?

Fast 60 % der Befragten sind mit Desk Sharing überwiegend zufrieden, wenn es gut umgesetzt ist. Knapp 20 % sind wenig oder gar nicht zufrieden. Die Zufriedenheit korreliert stark mit der Qualität der Ausstattung und der verfügbaren Buchungssoftware.

Wann ist Desk Sharing keine gute Idee?

Desk Sharing eignet sich weniger für Tätigkeiten mit hohem Konzentrationsbedarf, Teams ohne Rückzugsmöglichkeiten und Rollen, die auf fest installiertes Spezialequipment angewiesen sind. Eine differenzierte Zonenplanung kann aber auch für diese Gruppen Lösungen schaffen.

Wie lassen sich die Nachteile von Desk Sharing minimieren?

Die wirksamsten Maßnahmen sind: digitale Echtzeit-Buchung mit Grundrissansicht, klare Zonenlogik mit Konzentrationsbereichen, automatische Check-in-Pflicht gegen No-Shows und ein Locker-System für persönliche Gegenstände. OfficeEfficient bildet alle diese Anforderungen in einer Plattform ab.

Maximilian
Arbeitsmodelle
May 13, 2026
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